Über uns
2025 hat Corinna Hoffmann die Geschicke der Sammlung von ihrer Mutter Erika übernommen.
Neben Schenkungen an internationale Institutionen sind Teile der Sammlung in den Besitz der beiden anderen Geschwister gegangen.
Wir werden weiterhin in jährlich wechselnden Präsentationen jeweils andere Teile der Sammlung in den Wohn- und Arbeitsräumen öffentlich zeigen. So entdecken wir immer wieder neue Dialoge zwischen Kunstwerken aus verschiedenen Generationen und Medien.
Unter der Leitung von Clara Meister bleibt die Sammlung Hoffmann ein Ort für Neugier und unmittelbare und analoge Begegnung mit der Kunst.
Ab 2025 ist das Projekt CENTRE DE GRAVITÉ in residence in der Sammlung Hoffmann. Das Rechercheprojekt zum Themenbereich „Schwerkraft“ wurde von Saâdane Afif initiiert und wird von Yasmine d‘O kuratiert.
Kontakt Dara Jochum, Associate Researcher
Eingeladenen Non-Profit-Gruppen stellen wir den PROJEKTRAUM IM SOUTERRAIN, am roten Durchgang der Sophie-Gips-Höfe zur Verfügung. Inhaltlich unabhängig von der Sammlung Hoffmann wird er mit wechselnden Ausstellungen, Talks, Screenings und Performances bespielt. Seit November 2025: FILTER, eine Gruppe bestehend aus Mediator*innen der Sammlung Hoffmann und anderen.
Geschichte der Sammlung
1960er und -70er Jahre
Erika und Rolf Hoffmann entdeckten zunächst die rheinische Kunstszene, besonders die ZERO-Gruppe mit Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker, und lernten so auch parallele Bewegungen wie ZERO International und Arte Povera kennen.
Im Städtischen Museum Mönchengladbach freundeten sie sich in den späten 1960er und 1970er Jahren mit Marcel Broodthaers, James Lee Byars, Braco Dimitrijevic und Lawrence Weiner an, in der Bochumer Galerie m mit François Morellet, Arnulf Rainer und Richard Serra.
1980er und -90er Jahre
Im Köln der 1980er Jahre begegneten sie Arbeiten von Astrid Klein, Chris Newman, Thomas Ruff, Wolfgang Tillmans und Thomas Locher.
Auf Reisen lernten die Hoffmanns die Werke von Künstler*innen wie Nobuyoshi Araki, Bill Beckley, Madeleine Berkhemer, Ashley Bickerton, Miriam Cahn, AK Dolven, Nan Goldin, Roni Horn, Donald Judd, Mike Kelley, Yayoi Kusama, Sarah Morris, Bruce Nauman, Eduardo Paolozzi, Carolee Schneemann, Nancy Spero, Frank Stella, Hiroshi Sugimoto, Richard Tuttle, Andy Warhol oder Franz West kennen.
Nach dem Verkauf ihrer Firma widmeten sich die Hoffmanns ab Mitte der 1980er Jahre intensiver ihrer nach wie vor rein privaten Sammel-Leidenschaft.
Die Öffnung des Eisernen Vorhangs ermöglichte den direkten Kontakt zu osteuropäischen Künstler*innen, darunter den zu Olga Chernysheva, Zuzanna Janin, Katarzyna Kozyra, Ene-Liis Semper und Jaan Toomik.
1990 entwickelten Erika und Rolf Hoffmann die Idee einer öffentlich-privaten Partnerschaft für eine „Kunsthalle Dresden“, entworfen von Frank Stella, eine Institution für zeitgenössische Kunst als Ergänzung zu den Dresdner Sammlungen aus früheren Epochen. Mehrere internationale Investor*innen und Sammler*innen wollten sich an diesem Projekt beteiligen; es ließ sich jedoch nicht realisieren.
1994 fanden die Hoffmanns eine leer stehende Fabrik in Berlin-Mitte.
1997 bis 2001
Nach Sanierung und Umbau machten Rolf und Erika Hoffmann ihre Sammlung in ihren Wohn- und Arbeitsräumen in den Sophie-Gips-Höfen im Herbst 1997 der Öffentlichkeit zugänglich.
Es kamen Video- und Rauminstallationen von Yael Bartana, Ernesto Neto, Pipilotti Rist, Fred Sandback oder Joelle Tuerlinckx hinzu.
2001 bis 2025
Nach dem Tod von Rolf Hoffmann 2001 hat Erika bis 2025 in allen 28 sogenannten „Einrichtungen" immer andere Teile ihrer Sammlung in sehr persönlichen Bezügen zusammengestellt. Die Auswahl für die jährlich wechselnden Einrichtungen folgte einem Schlüsselwort, das nahelegte, die Kunstwerke unter einem jeweils aktuellen Gesichtspunkt zu betrachten. Allmonatlich lud sie Freunde und Bekannte zu Konzerten oder Gesprächen mit den jeweils in der Einrichtung vertretenen Künstler*innen ein.
Aus Berliner Galerien, Projekträumen und Ateliers stammen die letzten Erwerbungen in den 2010er-Jahren, darunter Werke von Saâdane Afif, Rosa Barba und Julie Mehretu.
2018 schenkte die Familie Hoffmann einen wichtigen Teil ihrer Sammlung den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Weitere Schenkungen erfolgten an das New Yorker MoMA, Museum Abteiberg in Mönchengladbach, die Londoner Tate Modern und die Neue Nationalgalerie Berlin.