Aktuelle Ausschreibung

Write With Sophie Gips

Im Rahmen von TIME WITH SOPHIE GIPS laden wir zur Bewerbung für das neu geschaffene Stipendium WRITE WITH SOPHIE GIPS ein.

Wer kann sich bewerben?

Mit WRITE WITH SOPHIE GIPS vergeben wir ein Stipendium an eine*n junge*n Autor*in, der*die auf der Grundlage von Gesprächen mit den diesjährigen drei Stipendiatinnen eigene Texte entwickelt.

Der open call richtet sich an Schreibende am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn, insbesondere aus den Bereichen Kreatives Schreiben, Kunstkritik, Kulturwissenschaften oder verwandten Disziplinen. Wesentlich ist ein Interesse am Schreiben über Kunst, ein bestimmter akademischer Abschluss oder umfangreiche Berufserfahrung sind nicht erforderlich.

Die Gespräche mit den Künstler*innen finden auf Deutsch und Englisch statt, daher sind hervorragende Kenntnisse in beiden Sprachen erforderlich. Die Texte können in einer der beiden Sprachen verfasst werden.

Was bieten wir, und was erwarten wir?

Die Schreibzeitraum kann flexibel vom 4. Januar bis 18. April 2027 gelegt werden. Bis zum Ende der Stipendienzeit entstehen:

  • Texte im Umfang von jeweils 6.000–8.000 Zeichen pro Künstlerin, die jeweils teilweise auf Gesprächen mit einer der drei Künstlerinnen basieren,
  • druckreife Endfassungen aller Texte,
  • redaktionelle Mitarbeit bei der Fertigstellung der Publikation.

Regelmäßige persönliche Treffen und Gespräche mit den drei Künstler*innen in Berlin sind Teil des Stipendiums. Der/Die Autor*in muss nicht in Berlin ansässig sein; eventuell anfallende Reisekosten können jedoch nicht erstattet werden.

Für die Dauer des Stipendiums kann an zwei Tagen pro Woche ein Arbeitsplatz in der Sammlung Hoffmann zur Verfügung gestellt werden. Auch unsere Bibliothek steht zur Nutzung offen.

Dauer und Vergütung

Laufzeit: 4. Januar bis 18. April 2027

Förderung: 3.000 € brutto für den gesamten Stipendienzeitraum

Bewerbungsunterlagen

Bitte senden Sie uns bis zum 8. November 2026 folgende Unterlagen:

  • ein kurzes Motivationsschreiben,
  • einen kurzen Lebenslauf,
  • zwei bis drei Schreibproben aus einem der genannten Bereiche, veröffentlicht oder unveröffentlicht, jeweils maximal eine DIN-A4-Seite.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne per E-Mail zur Verfügung. 

Ihre Bewerbung senden Sie bitte per E-Mail

Stipendiat*innen

Time With Sophie Gips

 

2026 vergeben wir erstmals das Arbeitsstipendium TIME WITH SOPHIE GIPS. Es bietet Künstler*innen die Möglichkeit, neue Arbeiten im Dialog mit dem Thema oder einzelnen Werken der jeweiligen Sammlungspräsentation zu entwickeln. Das Stipendium versteht sich als Einladung zu einer offenen künstlerischen Produktion und öffnet sich dem zeitgenössischen Blick. Die im Rahmen des Stipendiums entstehenden Arbeiten werden ab Februar 2027 in der laufenden 30. Sammlungspräsentation gezeigt.

Stipendiatinnen 2026/2027

Elisa Jule Braun

Depressive Roboter, närrische KIs, Mum-Avatare – das sind die Protagonist:innen von Elisa Jule Brauns Videos und Installationen. Ihre Schauplätze: urbane und ländliche Lebenswelten, mehr oder weniger strukturiert von digitalen Technologien. Und wie das so ist in Netzwerken, wird immer irgendetwas übertragen: Daten, Rituale, Sprache, Gemüt, Bewegungen oder Macht, immer inklusive ihrer Interferenzen. Mit Mitteln der visuellen Anthropologie seziert Braun Konflikte, die in der Spannung zwischen globalisiertem Kapital und lokaler Realität liegen.
elisajulebraun.de

Alice Z Jones 

Alice Z Jones ist eine britisch-jamaikanische Künstlerin aus London. Ihre Arbeit schöpft gleichermaßen aus der europäischen Tradition wie aus den Traditionen der Schwarzen und karibischen Diaspora. Dabei setzt sie sich mit verlorenen und auferlegten Geschichten, Identitäten sowie (Fehl-)Repräsentationen auseinander. Sie arbeitet mit Textilien, Skulptur und Klang und widmet sich der Erforschung, Entwicklung und Neuerfindung von Ausdrucksformen der Trauer, des Widerstands und der Transformation.
alicezjones.com 

Miriam Umiń 

Miriam Umiń lebt und arbeitet in Berlin (DE) und New Brunswick (CA). In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie die logistischen und systemischen Bedingungen, die die Produktion, Markenbildung und Zirkulation von Objekten prägen. Sie versteht Objekte als Teil umfassender Netzwerke, die durch Arbeit, Bürokratie und wirtschaftlichen Austausch strukturiert werden. Im Zentrum ihres Interesses steht die Frage, wie Materialien ästhetische, politische und ökonomische Bedeutung erlangen. Durch die Neuinterpretation von Zirkulationsformen setzt sich ihre Arbeit mit den häufig unsichtbaren Bedingungen auseinander, die der kulturellen und künstlerischen Produktion zugrunde liegen.
miriamumin.com